Tipps für einen zuckerreduzierten Alltag

Tipps für einen zuckerreduzierten Alltag

Einen zuckerreduzierten Alltag zu führen, stellt einen am Anfang häufig vor große Herausforderungen. Gerade, wenn man viel unterwegs ist. Doch das muss gar nicht sein, wenn man ein paar einfache Tricks befolgt.

Mealprepping und schnelle Snacks für unterwegs
Wenn ich Zeit finde, bereite ich meine Nahrung am liebsten zuhause in Ruhe zu. „Mealprepping“ wird das heutzutage ganz trendy genannt und meint die vorausschauende Zubereitung des Essens am Morgen oder Vortag. Ich zum Beispiel nehme sehr gern mein selbst gemachtes Porridge (Haferflocken, Nüsse, Samen, Kerne) in einem Schraubglas mit, wenn ich das Haus schon früh verlassen muss.

Tagsüber greife ich gern auf Gemüse-Chips zurück, die ich am Vorabend schnell zubereitet habe. Dazu muss ich einfach Karotten, Pastinaken, Paprika, Fenchel, Wurzelpetersilie, Süßkartoffeln und Hokkaido Kürbis in Streifen schneiden, würzen und mit Olivenöl beträufeln. Anschließend bei 180 Grad 30 Minuten backen – fertig sind die gesunden, leckeren Chips.

Wenn ich auf Parties oder Events eingeladen bin, gehe ich nicht mehr hungrig aus dem Haus, weil ich nicht weiß, was mich erwartet. Vorbereitung ist alles! Außerdem habe ich immer etwas zu essen im Auto dabei, falls der kleine Hunger zwischendurch kommt. Nüsse und Trockenobst nach Wahl, Roggen Vollkornknäckebrot oder eine Mischung aus gerösteten Samen und Kernen, die man auch einfach in der Handtasche mitnehmen und notfalls auf einen Salat oder Risotto schütten kann, wenn es ansonsten nichts Zuckerfreies gibt.

Tipps für einen zuckerreduzierten Alltag
Tipps für einen zuckerreduzierten Alltag

Und was gibt’s im Restaurant?
Zuhause isst man selten eine Vorspeise plus Hauptspeise plus Nachtisch. Wenn wir in einem Restaurant sind, ist die Versuchung groß, mehr zu essen. Versuchen Sie zumindest, in der akuten Entwöhnungsphase mit diesem Ritual zu brechen – das macht es Ihnen leichter, nicht über die Desserts herzufallen. Und wenn es doch nicht anders geht, fragen Sie nach Frischobst. Bestellen Sie den Salat am besten ohne Dressing und beträufeln Sie ihn selbst mit Öl und Zitrone – im Salatdressing ist meistens Zucker enthalten.

Die Macht der Gewohnheit brechen
Es ist wahrscheinlich, dass Sie mit einem „Alles-Esser“ zusammenwohnen. Gerade in der Entwöhnungsphase kann einen das auf eine harte Probe stellen. Natürlich dürfen seine oder ihre Naschereien nach wie vor im Haus sein, aber es ist eine große Hilfe, wenn sie, zumindest am Anfang, nicht in Ihrem Blickfeld liegen. Was das Auge nicht sieht, will das Gehirn nicht sofort haben. Oder auch: Aus den Augen, aus dem Sinn.

Wenn Ihr Umfeld nicht positiv auf Ihre Ernährungsumstellung reagiert, machen Sie sich bewusst, warum Sie damit Widerspruch erregen. Meistens hat das mehr mit den anderen als Ihnen zu tun. Denken Sie daran, dass die Übereinstimmung mit Ihrer inneren Stimme wichtiger ist als die mit äußeren. Stehen Sie zu Ihren Entscheidungen und lassen sich nicht verunsichern. Zucker zu reduzieren oder wegzulassen ist eine gute Maßnahme. Es geht dabei um Ihr Leben, um Ihre Gesundheit. Mir ist bewusst, dass das jetzt etwas hart klingt, aber selbst wenn ich meine Meinung diplomatischer formulierte, es liefe auf dasselbe hinaus. Es geht immer noch um ihr Wohlbefinden, um ihr Glück. Meine Leute haben sich für mich gefreut, dass ich so happy bin. Und wenn ich zum Essen eingeladen werde oder auf eine Party, dann machen sie immer auch eine Speise ohne Zucker für mich, obwohl ich es gar nicht erwarte.

Stehen Sie zu Ihren Entscheidungen und lassen sich nicht verunsichern.

Anastasia Zampounidis

Anastasia Zampounidis

Moderatorin, Autorin und Expertin für zuckerfreie Ernährung

Alle Bilder mit Anastasia unterliegen dem Copyright von Thomas Rodriguez.