Infos für den Einkauf

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Wenn man auf Zucker achten möchte, kommt man nicht darum herum, ab sofort die Zutatenlisten zu lesen. In den letzten 30 Jahren haben unterschiedliche Zuckersorten den Weg in unsere Nahrungsmittel gefunden, die der normale Verbraucher einfach nicht alle kennen kann. Um sie zu entlarven, habe ich eine Liste der gängigsten Zuckerbezeichnungen zusammengestellt.

„Wenn man auf Zucker achten möchte, kommt man nicht darum herum, ab sofort die Zutatenlisten zu lesen.“

Als Grundregel kann man sich schon einmal merken, dass alle Worte, die auf „-ose“ enden, nichts anderes als Zucker sind. Gleiches gilt für Bezeichnungen, die das Wort „Zucker“ oder „Sirup“ beinhalten, wie zum Beispiel Invertzucker oder Glukosesirup. Weitere „Zuckerfallen“ sind Agavendicksaft, Apfelsüße, Dextrine, Dicksaft, Fruchtdicksäfte, Fruchtextrakt, Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtsüße, Gerstenmalz, Gerstenmalzextrakt, Glykogen, Honig, Inulin, Joghurtpulver, Kandis, Magermilchpulver, Maltodextrine, Malz(-extrakt), Molkenerzeugnis, Molkenpulver, Raffinade, Süßmolkenpulver, Traubensüße, Vollmilchpulver und Weizendextrin

Es gibt zahlreiche Kennzeichnungen, die für uns Verbraucher irritierend sind. Deswegen hier ein Überblick:

  1. „Zuckerfrei“ muss nicht ganz zuckerfrei sein, 0,5 Prozent sind erlaubt.
  2. „Weniger süß“ heißt nicht weniger Zucker.
  3. „Zuckerreduziert“ heißt nicht immer kalorienreduziert.
  4. „Weniger Zucker“ heißt nicht immer weniger Zucker als in Produkten von anderen Firmen. Es kann auch bedeuten: Weniger Zucker als früher (und damit trotzdem noch zu viel).
  5. „Ohne Zusatz von Süßungsmittel“ heißt nicht ohne Zucker oder süßende Zutaten, sondern nur ohne Süßstoff und Zuckeraustauschstoffe.
  6. „Mit Traubenzucker oder Apfeldicksaft“ steht nicht für gesunden Zucker, da sie im Körper genauso wie Haushaltszucker wirken. Letztendlich bergen sie für Sie sogar die Gefahr, noch mehr Zucker zu sich zu nehmen, da beide Substanzen nicht so süß sind wie Haushaltszucker.
  7. „Natursüß“ heißt nicht ungesüßt, sondern steht für Süße aus Obstkonzentrat und deswegen für zu viele Obsteinheiten auf einmal.
  8. „Ohne Zuckerzusatz“ heißt nicht ohne süßende Zutaten.
  9. „Mit Fruktose“ steht nicht für besonders gesund, da durch die hohe Fruchtkonzentration zu viele Obsteinheiten enthalten sind.
  10. „Zuckerarm“ bedeutet, dass nicht mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Gramm in einem Lebensmittel enthalten sein dürfen. Von einem reduzierten Zuckergehalt ist die Rede, wenn das Produkt mindestens 30 Prozent weniger Zucker enthält als ein vergleichbares Produkt.
Anastasia Zampounidis

Anastasia Zampounidis

Moderatorin, Autorin und Expertin für zuckerfreie Ernährung

Alle Bilder mit Anastasia unterliegen dem Copyright von Thomas Rodriguez.